Nach den beiden Spielen gegen die HSG Saarbrücken und die HG Saarlouis am Sonntag und am Dienstag geht es für die Handballerinnen der SG Zweibrücken gleich Schlag auf Schlag weiter. Am Sonntag gastieren sie nämlich zum dritten Spiel innerhalb von acht Tagen beim TV Kirkel.
Kirkel spielt als Aufsteiger bisher eine gute Saison und konnte sich gleich im hinteren Mittelfeld etablieren. Mit 11:17 Punkten belegen sie aktuell Platz acht, sind aber Merchweiler und Quierschied, die mit jeweils 12 und 13 Punkten Platz sechs und sieben belegen dicht auf den Fersen. Gerade im neuen Jahr 2026 fanden die Kirklerinnen gut in ihren Rhythmus. Nach einer denkbar knappen 16:17 Niederlage gegen den TV Merchweiler zum Jahresauftakt, konnten sie die drei folgenden Partien allesamt für sich entscheiden. Lediglich vergangene Woche mussten sich die Saarländerinnen wie bisher alle Teams der Liga gegen den unangefochtenen Spitzenreiter HSG Marpingen/ Alsweiler geschlagen geben. „Kirkel ist aktuell gut drauf und hatten das nötige Quäntchen Glück in den letzten Spielen immer auf ihrer Seite. In der heißen Phase haben sie in den vergangenen Wochen wirklich Nervenstärke bewiesen und wichtige Punkte eingesammelt“, warnt SG-Trainer Rüdiger Lydorf vor dem kommenden Gegner.
Mit Larissa Blatt hat Kirkel eine der besten Torschützinnen der Liga in ihren Reihen. Mit im Schnitt über acht Toren pro Spiel ist sie Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der Saarländerinnen. Auch sie war es, die den Zweibrückerinnen schon im Hinspiel die meisten Probleme bereitete. Mit ganzen 14 Treffern war sie an diesem Tag die alles entscheidende Unterschiedsspielerin. Nachdem die Gastgeberinnen aus der Rosenstadt zwischenzeitlich bereits mit acht Toren führten, nutzten die Kirklerinnen einige Unkonzentriertheiten der Löwinnen aus und kämpften sich mit einer fulminanten Aufholjagd nochmal ins Spiel zurück. Eine Minute vor Abpfiff führten die Rosenstädterinnen nur noch mit einem Tor und das Spiel drohte zu kippen. Doch in der heißen Schlussphase waren es letztendlich doch die Hausherrinnen, die ihre Führung verteidigen und den Sieg in Zweibrücken behalten konnten.
Diesen Sieg wollen sie auch am Sonntag auswärts wiederholen. Dafür müssen sie allerdings vor allem ihre Wurfquote aus der vergangenen Partie gegen Saarlouis deutlich verbessern. Denn auch in Kirkel herrscht wie in Saarlouis absolutes Haftmittelverbot. Nach der Pleite am Dienstag hatten die Zweibrückerinnen eine weitere Trainingseinheit Zeit sich weiter mit den harzfreien Bällen vertraut zu machen, um am Wochenende mehr Sicherheit im Torabschluss an den Tag zu legen. Neben der Ballsicherheit gibt es für die SG-Handballerinnen aber noch eine weitere Schwierigkeit, der sie am Sonntag entgegenblicken. Denn mit Vera Jänicke müssen sie studienbedingt auf ihre beste Torschützin verzichten. „Ohne Vera fehlt uns natürlich sowohl vorne als auch hinten ein wichtiger Teil der Mannschaft, aber wir haben auch schon im Hinspiel gezeigt, dass wir Kirkel auch ohne sie schlagen können. Wir werden trotzdem alles reinhauen und mit allem versuchen am Sonntag endlich wieder mit einem Sieg nach Hause zu fahren“, so Lydorf.
Anpfiff ist am Sonntag um 15:30 Uhr in der Burghalle in Kirkel.