Am Sonntagabend war es endlich wieder soweit. Die Handballerinnen der SG Zweibrücken sangen freudetrunken das „Schalala-Lied“, das bei der SG traditionell nach einem Sieg gesungen wird, und feierten ihren 24:30 Erfolg gegen den TV Merchweiler. Mit einer starken Leistung brachen sie damit den Negativ-Trend der letzten Wochen und verbuchten nochmal zwei wichtige Punkte auf ihrem Konto. Beste Werferin der Zweibrückerinnen war Vera Jänicke mit zehn Toren.
„Die Mädels haben heute super gespielt. Gerade in der Abwehr haben wir eine starke Leistung gezeigt und genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Daher freut es mich umso mehr, dass wir uns heute endlich nochmal mit Punkten belohnen konnten“, hatte SG-Trainer Rüdiger Lydorf nach dem Spiel nur Lob für seine Schützlinge übrig.
Schon von Anfang an zeigten die Löwinnen ihre Krallen und verteidigten mit großem Engagement. Das zeigte sich in ihrem Tempospiel, dass sie durch die erarbeiteten Ballgewinne aufziehen konnten. Nach elf Minuten traf Lea Bullacher mit bereits ihrem zweiten Gegenstoß Tor zur ersten Zweibrücker Führung zum 3:4. Jetzt kamen die Gäste aus der Rosenstadt aber auch im aufgebauten Angriff besser ins Spiel. Angeführt durch Katrin Hoffmann auf der Rückraummitteposition fanden die Rosenstädterinnen gute Einwurfmöglichkeiten von verschiedenen Positionen und erhöhten bis zur 19. Spielminute auf 6:10. Doch Merchweiler hielt weiter dagegen. Vor allem ihre Toptorschützin Hanna Schilke ließ nichts unversucht. Sie tankte sich mit dynamischen Zweikampfaktionen durch die SG-Abwehr und kam so zum Torerfolg oder konnte nur durch siebenmeterwürdige Fouls gestoppt werden, die sie ebenfalls zu Anschlusstreffern verwandelte. Bis zur Halbzeitpause schafften es die Hausherrinnen den Abstand nochmal etwas zu verkürzen. Beim Pausenstand von 11:14 wechselten beide Teams die Seiten.
Doch wieder auf der Platte legten die Gäste aus Zweibrücken angespornt von der Halbzeitführung jetzt nochmal so richtig los. Mit gleich drei Treffern in Folge erhöhten sie nach nur fünf Minuten auf eine sechs Tore Führung (11:17; 35. Spielminute). Auch die Intervention des Merchweiler Trainers Zeljko Rubil mit einem Team-Time-Out ließ die Rosenstädterinnen nicht verunsichern. Die Zweibrückerinnen spielten weiter gut und schafften es sogar ihre Führung nich weiter auszubauen. In der 42. Spielminute traf Vera Jänicke, die jetzt richtig aufdrehte und alleine in der zweiten Hälfte ganze acht Tore beisteuerte, sogar zur neun Tore Führung (14:23; 42. Spielminute – eigentlich eine klare Sache für die Zweibrückerinnen. Doch jetzt schlich sich bei den SG-Handballerinnen der Fehlerteufel ein. Vorne im Angriff verzeichneten sie einen Ballverlust nach dem anderen, was die Merchweilerinnen konsequent mit Gegenstößen bestraften. Bis zur 49. Spielminute verkürzten die Hausherrinnen auf vier Tore (20:24). SG-Coach Rüdiger Lydorf griff sofort ein und beantrage eine Auszeit um sein Team für die letzten zehn Minuten nochmal neu einzustellen. Die kurze Pause zeigte seine Wirkung. Wieder auf dem Feld fanden die Löwinnen schnell wieder in ihre Spur und beendeten ihren ersten Angriff gleich wieder erfolgreich (20:25; 50. Spielminute). In den letzten zehn Minuten verteidigten die SG-Frauen ihre Führung sicher über die Spielzeit und konnten am Ende einen deutlichen 24:30 Sieg feiern – nach der zuletzt schwierigen Phase ein wahrer Befreiungsschlag für die Löwinnen.
„Wir haben heute auch in der Höhe verdient gewonnen. Bis auf die ersten paar Minuten haben wir die ganze Spielzeit über geführt und den Sieg sicher über die Ziellinie gebracht. Bis auf die paar Minuten eine Viertelstunde vor Schluss, in denen sich kurz der Fehlerteufel eingeschlichen hat, war das heute eine sehr konstante Leistung. An diese Konstanz wollen wir weiter anknüpfen und sie auch in drei Wochen gegen Ottweiler auf die Platte bringen“, blickt Lydorf schon auf das nächste Spiel.
Nach zwei spielfreien Wochenende empfangen die Zweibrückerinnen am Sonntag den 19.4. ihren direkten Tabellennachbarn HSG Ottweiler/ Steinbach zum letzten Heimspiel der Saison in der heimischen Westpfalzhalle.
Clara Drumm und Leonie Hoffmann im Tor
Vera Jänicke 10, Lea Bullacher 7, Ella Hartfelder 5/3, Katrin Hoffmann 4, Milla Hoffmann, Lejla Carkadzija 1/1, Anna Sommer 1, Teresa Wenzel 1, Celine Jag, Charlotte Krauß 1
Siebenmeter: 5/6, 4/5 Zeitstrafen: 2/2
Schiedsrichter: Jelicic/ Teich