Vor drei Wochen bestritten die Handballerinnen der SG Zweibrücken ihr letztes Rundenspiel in der Oberliga Saar. Gegen die HSG Fraulautern/ Überherrn konnten sie mit einer guten zweiten Halbzeit ihren ersten Heimsieg einfahren. Dieses Wochenende geht es nach der kurzen Pause für die Rosenstädterinnen weiter mit dem Ligabetrieb. Sie empfangen am Samstag nach dem Spiel der ersten Herrenmannschaft den TV Kirkel in der heimischen Westpfalzhalle.
Ganz handballfrei verbrachten die Zweibrückerinnen die letzten Wochenenden aber nicht. Vergangenes Wochenende stand nämlich die erste Runde des Saarlandpokals an. In drei K.O. Runden müssen sich die saarländischen Frauenteams beweisen um sich für das Final 4, das traditionell am Ostermontag ausgespielt wird, zu qualifizieren. Welches Team gegen wen spielt entscheidet dabei das Losverfahren. Für die SG-Handballerinnen ging es daher am Sonntag zur dritten Mannschaft der HSG Marpingen/ Alsweiler. Der Verbandsligist steht aktuell noch ungeschlagen vorne im Ligabetrieb und zeigte sich auch im Pokalduell von seiner besten Seite. Die Zweibrückerinnen wollten das Spiel nutzen um verschiedene Formationen und neue Abläufe auszutesten. Das machte sich im Spielverlauf bemerkbar. Die Löwinnen starteten stark mit einem 0:4 Lauf und zwangen Marpingen zu einer frühen Auszeit nach schon zweieinhalb Minuten. Auch danach machten die Gäste souverän weiter und behielten weiterhin die Oberhand. Nach einer Viertelstunde lagen sie 6:12 in Führung und alles sah nach dem zu erwarteten Spielverlauf zugunsten des Oberligateams aus. Doch in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs taten sich die Zweibrückerinnen zunehmend schwerer. Die Hausherrinnen nutzten eine Zeitstrafe gegen die SG aus und kämpften sich in eigener Überzahl auf 10:12 heran (22. Spielminute). Mit einem zwei Tore Abstand (12:14) ging es dann auch in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Zwar gab Zweibrücken die Führung nie ab, konnte sich selbst aber nicht richtig absetzen. In der Abwehr standen sie weitestgehend gut, erzielten immer wieder Ballgewinne. Doch im Angriff machte ihnen die Chancenverwertung einen Strich durch die Rechnung. Die Rosenstädterinnen vergaben eine Torchance nach der anderen und hielten Marpingen so weiterhin im Spiel. Knapp eine Minute vor Abpfiff erzielten die Gastgeberinnen sogar den Ausgleichstreffer und es drohte eine Verlängerung. Doch sieben Sekunden vor Schluss fasste sich, die mit sieben Treffern beste Torschützin an diesem Tag, Lea Bullacher ein Herz und erzielte den 23:24 Siegtreffer.
Damit geht es für die Zweibrückerinnen nun in die nächste Runde des Saarlandpokals. Dort empfangen sie den Ligakonkurrenten des TV Merchweiler.
Bevor aber das nächste Pokalspiel ansteht, geht der Fokus der Löwinnen zunächst zurück auf den Ligabetrieb. Am Wochenende steht das Duell gegen den Aufsteiger TV Kirkel an. „Kirkel ist kein typischer Aufsteiger. Sie haben eine gute Mannschaft mit einem extrem wurfgewaltigen Rückraum. Das haben sie in der bisherigen Saison auch gezeigt“, warnt SG-Trainer Rüdiger Lydorf vor dem kommenden Gegner. Kirkel steht mit 5:5 Punkten aktuell im Mittelfeld der Oberliga Saar und überzeugte zuletzt mit einem Unentschieden gegen Köllertal und einer sehr knappen drei Tore Niederlage gegen die HSG Marpingen/ Alsweiler 2. Gegen Marpingen lagen die Kirklerinnen sogar lange in Führung und mussten sich lediglich am Ende gegen den Topfavoriten geschlagen geben. Damit sind sie neben den Zweibrückerinnen das bisher einzige Team, dass sich nur knapp gegen Marpingen geschlagen geben musste. Auch hier zeigten sie wieder, welche Gefahr sie im Rückraum ausstrahlen. Mit Larissa Blatt haben sie die beste Torschützin der Liga in ihren Reihen. Mit ganzen acht Treffern, erzielte sie bisher die meisten Tore pro Spiel. Ihre Kreise gilt es für die Zweibrückerinnen einzuengen.
Nach drei Siegen in Folge gehen die SG-Mädels aber mit viel Selbstvertrauen in die Partie und wollen vor heimischer Kulisse den nächstem Sieg einfahren. Dafür können sie voraussichtlich auf ihren ganzen Kader zurückgreifen.
Anpfiff ist am Samstag um 20 Uhr in der Westpfalzhalle in Zweibrücken.
Im Pokal spielten:
Diana Späth und Leonie Hoffmann im Tor
Ella Hartfelder 3/2, Claire Walker 1, Vera Jänicke 4, Anna Sommer, Lea Bullacher 7, Lejla Carkadzija 1/1, Celine Jag 2, Charlotte Krauß, Emma Klein 1, Milla Hoffmann, Katrin Hoffmann 2, Teresa Wenzel 3/1
Schiedsrichter: Scholer