Am Sonntag steht für die Handballerinnen der SG Zweibrücken die nächste wichtige Partie im Kampf um entscheidende Punkte an. Gegen die HSG Birkenfeld/ Nohfelden – TuS Schwarzerden muss für die Zweibrückerinnen dringend ein Sieg her, um sich aus dem Tabellenkeller heraus kämpfen zu können.
Aktuell stehen die Rosenstädterinnen nämlich mit 6:26 Punkten auf Tabellenplatz elf und somit auf einem möglichen Abstiegsplatz. Da die HSG Fraulautern/ Überherrn schon während der Saison ihre Mannschaft zurückgezogen hat, stehen die Fraulauterinnen bereits als erster Absteiger fest. Ob der elfte Tabellenplatz am Ende aber tatsächlich nicht zum Klassenerhalt erreichen würde, ist aktuell völlig offen und hängt von vielen Unwägbarkeiten ab. Falls sich nämlich der Oberligameister in der Relegation gegen die anderen Landesverbände durchsetzt und in die Regionalliga aufsteigen würde, bliebe es mit Fraulautern beim einzigen Absteiger. Genauso verhält es sich, wenn keine zwei Neulinge aus der Verbandsliga hinzukämen. Das könnte durch einen – in den vergangenen Jahren oft praktizierten – Aufstiegsverzicht passieren. Außerdem haben sich in den zurückliegenden Jahren immer wieder Mannschaften freiwillig aus der Oberliga zurückgezogen, um tieferklassig einen personellen Neustart zu beginnen. Auch in dieser Saison gibt es Anzeichen, dass Vereine über solch ein Szenario nachdenken.
Unabhängig von der verzwickten Auf- und Abstiegssituation ist im Kampf um einen sicheren Platz für den Klassenerhalt noch alles möglich. Im Saisonendspurt treffen die Zweibrückerinnen nämlich noch sowohl auf den zehntplatzierten HSG Ottweiler/ Steinbach, als auch auf den neuntplatzierten HSG Birkenfeld/ Nohfelden – TuS Schwarzenbach. Ottweiler hat aktuell mit 7:25 Punkten lediglich einen Zähler mehr als die Rosenstädterinnen, Birkenfeld hat mit einem Verhältnis von 9:23 drei Punkte Vorsprung auf die SG-Frauen. Je nach Ausgang der verbleibenden Partien kann sich hinsichtlich der Platzierungen also noch einiges ändern.
Von den drei gefährdeten Teams haben die Löwinnen zumindest auf dem Papier das vermeintlich „leichteste“ Restprogramm. Um das für sich zu nutzen, müssen die Zweibrückerinnen aber schnellstmöglich raus aus ihrem Formtief und wieder zurück zu ihren guten Leistungen von Anfang des Jahres finden. Starten wollen die SG-Frauen damit schon am Wochenende. Zum Auftakt des Saisonendspurts empfangen sie nämlich mit Birkenfeld einen ihrer direkten Konkurrenten.
Gegen die Birkenfelderinnen gilt es vor allem die beiden Schwestern Sarah Zinkgraf und Angelina Meiswinkel in den Griff zu bekommen. Angelina Meiswinkel steht aktuell mit 135 Toren auf Platz zwei der Gesamttorschützentorliste der Oberliga Saar, ihre Schwester führt die Liste der meisten Feldtore mit 105 Treffern sogar an. Sie sind absoluter Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der Birkenfelderinnen.
„Wir müssen am Sonntag eine stabile Abwehr stellen, um die Kreise im Rückraum einzuengen. Außerdem müssen wir unsere technischen Fehler und Fehlwürfe reduzieren, um Birkenfeld nicht zu einfachen Gegenstoßtoren einzuladen“, weiß SG-Trainer Rüdiger Lydorf.
Im Kampf um die wichtigen Punkte kann er am Sonntag voraussichtlich wieder auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. „Die Mädels haben unter der Woche gut trainiert und sind heiß endlich nochmal zu zeigen, was in ihnen steckt. Dafür hoffen wir zuhause natürlich auch auf die Unterstützung unserer Zuschauer.“
Anpfiff ist am Sonntag um 16 Uhr in der Westpfalzhalle in Zweibrücken.