Für die Löwen aus Zweibrücken steht am kommenden Samstag das Auswärtsspiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen an. Gegen den Tabellenfünften der Regionalliga Südwest werden sich die Handballer der SG ordentlich strecken müssen, wenn sie zwei Punkte mit nach Hause nehmen wollen. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Rundsporthalle in Bingen.
Die Rosenstädter können mit breiter Brust in die Partie bei der HSG Rhein-Nahe Bingen gehen. Mit zwei Derbysiegen gegen die HF Illtal und den TuS KL-Dansenberg haben sich die Zweibrücker Löwen eindrucksvoll zurückgemeldet, nachdem sie zuvor zwei Niederlagen hinnehmen mussten. Gegen den TuS Dansenberg überzeugten sie vor allem in der ersten Halbzeit. Sie spielten aus einem Guss und zermürbten den TuS mit langen, nahezu fehlerfreien Ballstafetten. Nils Wöschler zog im Rückraum geschickt die Fäden und mit Samuel Reitz hatten sie zudem einen sehr beweglichen Kreisläufer, der gesucht und gefunden wurde. Umso bitterer ist es, dass er sich in der Schlussphase am Sprunggelenk verletzt hat und aller Voraussicht nach am Wochenende nicht zur Verfügung stehen wird. Seinen Ausfall müssen die Rosenstädter irgendwie kompensieren. Dabei haben sie in dieser Saison leider schon viel Erfahrung im Auffangen von Ausfällen sammeln können. Zudem wird Torhüter Norman Dentzer weiterhin nicht zur Verfügung stehen, da er noch nicht fit ist. Letzte Woche wurde er durch Dennis Buchner vertreten, der seine Chance nutzte und seine Sache hervorragend machte. Damit er nicht festgespielt wird und so der zweiten Mannschaft im Abstiegskampf nicht mehr zur Verfügung steht, wird dieses Wochenende der A-Jugendtorhüter Samiran Markgraf als zweiter Mann mitfahren.
Auch beim kommenden Gegner, der HSG Rhein-Nahe Bingen, gibt es noch einige prominente Fragezeichen im Kader. „Zuletzt haben sie ohne Vincent Klug und Johannes Sturm in Mühlheim verloren. Es bleibt abzuwarten, mit welcher Besetzung sie gegen uns auflaufen“, sagt SG-Trainer Martin Schwarzwald. Er sieht in der HSG einen sehr unangenehmen Gegner. „Bingen ist für mich die launischste Mannschaft der Liga. Sie können jeden schlagen und scheinbar auch gegen jeden verlieren. Sie haben unheimlich viel individuelle Qualität und zählen seit Jahren zum etablierten Stamm der Liga“, so Schwarzwald. Markus Herberg baut Jahr für Jahr eine Mannschaft auf, die sich im oberen Tabellendrittel hält und jeder Mannschaft gefährlich werden kann. Sie verfügen auf allen Positionen über viel individuelle Qualität, was es sehr schwer macht, sie auszurechnen bzw. sich auf sie einzustellen. Derzeit stehen sie auf dem fünften Rang.
Aus dem Lager der Zweibrücker gibt es trotz der neuerlichen Verletzten aber auch positive Nachrichten. Der Linkshänder und Rückraumspieler Tom Ihl ist seit dieser Woche zurück und will bald wieder angreifen. Für die kommende Runde konnten die Zweibrücker zudem den jungen Torhüter Max Heringer von der TS Rodalben verpflichten. Heringer soll vorrangig in der zweiten Mannschaft spielen. „Uns war es aber wichtig, zusätzlich zu Dennis Buchner noch ein Backup zu haben, da Dennis vom Regelwerk her zu alt ist, um im Notfall auf wöchentlicher Basis doppelt zu spielen”, so Schwarzwald.
Zweite Mannschaft empfängt HSV Merzig/Hilbringen
Am Samstag um 18 Uhr empfängt die Regionalliga-Reserve der Löwen einen der beiden Top-Favoriten auf die Meisterschaft in der Oberliga. Der HSV Merzig/Hilbringen liefert sich mit der HSG Völklingen ein Kopf-an-Kopf-Duell um die Meisterschaft und darf sich keinen Punktverlust mehr erlauben. Die Zweibrücker hingegen können befreit aufspielen, denn alles andere als ein klarer Erfolg der Wölfe aus Merzig/Hilbringen wäre eine Überraschung.