Löwen zurück in der Erfolgsspur

Die Zweibrücker Handballer beenden ihre kleine Durststrecke und können nach zwei Niederlagen in Folge wieder doppelt punkten. Auswärts schlagen sie die HF Illtal mit 32:36 (17:18) verdient. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte ziehen die Gäste schnell davon und fahren am Ende einen ungefährdeten Sieg ein. Bester Werfer mit neun Treffern war Rückraumspieler Stephan Jahn. 

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Derbysieg. Nach zwei Niederlagen hat die Mannschaft nicht den Kopf hängen lassen. Sie hat eine super Trainingswoche hingelegt, und man hat wirklich jedem Spieler angemerkt, wie sehr er dafür brennt, wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren“, freute sich SG-Trainer Martin Schwarzwald nach der Partie. Seine Jungs konnten die guten Eindrücke aus der Trainingswoche in Eppelborn über 60 Minuten bestätigen. Vor allem in der Phase zu Beginn der zweiten Hälfte lief der SG-Express auf Hochtouren. „Entscheidend für den Sieg war der Start in die zweite Hälfte“, so Schwarzwald. Der in der ersten Halbzeit eingewechselte SG-Torhüter Damian Zajac lief zu Beginn der zweiten 30 Minuten heiß und vernagelte sein Tor. Davon angetrieben kamen die Löwen in ihr Tempospiel und hatten mit Stephan Jahn einen Rückraumspieler in ihren Reihen, dessen Power die Zebra-Abwehr nichts entgegenzusetzen hatte. Binnen zehn Minuten überrollte der Tabellenzweite die Hausherren und bog auf die Siegerstraße ein. 

Zu Beginn der Partie hatte Schwarzwald eine kleine Überraschung parat. „Wir haben sehr offensiv in der Deckung begonnen, weil wir Illtal von Beginn an ein bisschen aus dem Rhythmus bringen wollten. Da sie selbst ein gutes Tempospiel haben und recht system- und konzeptstark sind, haben wir beschlossen, sehr offensiv zu verteidigen, fast schon in Richtung Manndeckung“, erklärt der EHF-Master-Coach seinen taktischen Kniff, mit einer 3:3-Deckung zu starten. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten schien dieser Schachzug mit zunehmender Dauer zu greifen. Nach 16 Minuten führten die Gäste mit 7:10, dann aber fanden die Zebras aus dem Illtal einen Weg. „Sie haben in dieser Phase mit dem siebten Feldspieler experimentiert und gute Lösungen gefunden. Das hat uns zurückgedrängt in eine defensivere Variante“, sagte Schwarzwald, der sich aber auch ärgerte, dass man über die komplette Spielzeit hinweg keine wirkliche Lösung gegen Nuno Rebelo fand. Der Linkshänder im Rückraum der Handballfreunde war mit zehn Treffern bester Werfer der Partie. Nach einem 7:1-Lauf binnen sieben Minuten führten plötzlich die Hausherren mit 14:11, doch auch das schien die Rosenstädter trotz zweier Niederlagen im Gepäck nicht zu stressen. Bis zum Halbzeitpfiff drehten die Gäste die Partie erneut und führten mit 17:18. 

Gerade einmal zehn Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als die SG Zweibrücken nach einem Treffer des Youngsters Julian Weber auf 20:27 davonzog. Während Stephan Jahn im Zweibrücker Angriff nicht zu halten war, konnte Torhüter Zajac dem Spiel in der Defensive nun seinen Stempel aufdrücken. Von diesem Start sollten sich die Illtaler nicht mehr erholen. „Mit unserer offensiven Deckung haben wir sie schon in der Anfangsphase ziemlich müde gespielt. Man hat ihnen angesehen, dass es auch ihnen zu schaffen macht. Wir waren recht selbstbewusst, dass wir über 60 Minuten mehr Körner haben werden”, verriet Schwarzwald. Die Zweibrücker ließen nichts mehr anbrennen und führten in der 48. Minute mit acht Treffern (24:32) Differenz. Damit war die Partie mehr oder weniger entschieden. Am Ende freuten sich die Löwen aus Zweibrücken über einen verdienten und ungefährdeten 32:36-Auswärtserfolg. 

„Wir können sehr zufrieden sein mit dieser Leistung“, sagte Schwarzwald und verteilte ein Sonderlob an die A-Jugendlichen Matteo Weber, der im rechten Rückraum eine gute Leistung zeigte, und Ben Oliver Schwindt, der mit sechs Treffern von Linksaußen auf sich aufmerksam machte und per Kempa für eines der Highlights sorgte. Kommenden Samstag empfängt der Tabellenzweite den TuS Dansenberg. 

Für die SG Zweibrücken spielten:

Norman Dentzer, Damian Zajac im Tor, 

Stephan Jahn 9, Nils Wöschler 7, Ben Oliver Schwindt 6, Matteo Weber 3, Nico Becker 3, Samuel Reitz 3, Nico Graeber 2, Philipp Hammann 1, Niklas Bayer 1, Julian Weber

 

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