Löwen zu Gast in Offenbach - Reitz verlängert um zwei Jahre

Die Zweibrücker Handballer hatten am vergangenen Wochenende gleich doppelt Grund zur Freude. Zunächst sicherten sie sich im Heimspiel gegen die VTV Mundenheim zwei Punkte, wenig später kam die Nachricht, dass der Spitzenreiter HV Vallendar in Budenheim einen Punkt liegen gelassen hat. Damit sind die Löwen nun punktgleich mit dem HVV und wollen mit weiteren Siegen den Druck auf den Spitzenreiter erhöhen. Am besten schon am Sonntag, wenn sie um 18 Uhr vom TV Offenbach empfangen werden. Bereits vorab gibt es einen Grund zur Freude. Kreisläufer Samuel Reitz hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert. 

„Ich habe mich dazu entschieden, meinen Vertrag hier zu verlängern, weil es mir in Zweibrücken einfach sehr gut gefällt. Trainer, Mannschaft, alles passt einfach“, sagt Samuel Reitz, Kreisläufer der SG Zweibrücken. Der 20-Jährige stammt aus der eigenen Jugend und hat sich über das Oberliga-Team für die erste Mannschaft empfohlen. Mittlerweile ist er nicht mehr wegzudenken und hat gerade in dieser Saison große Fortschritte gemacht. „Wir sind mit der Entwicklung von Samuel sehr zufrieden und glauben, dass er noch einiges mehr an Potenzial hat. Er ist ein sehr fleißiger und ehrgeiziger Spieler, was die Zusammenarbeit mit ihm sehr angenehm macht. Samu kann ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft sein, wenn er weiter so an sich arbeitet. Ich freue mich sehr über die Verlängerung“, so Trainer Martin Schwarzwald, unter dem Reitz seine gute Entwicklung nochmals deutlich gesteigert hat. Das sympathische Eigengewächs ist kein Lautsprecher, sondern vielmehr ein stiller Arbeiter, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Auch er weiß, dass er noch lange nicht am Ende ist. „Mein Ziel ist es, mich stetig zu verbessern, in den nächsten Jahren ein möglichst kompletter Spieler zu werden und mein Potenzial auszuschöpfen“, sagt Reitz, dessen Entscheidung eng mit seinem aktuellen Trainer verknüpft ist. „Ich erhoffe mir, noch sehr viel von ihm zu lernen. Ich kann froh sein, einen solchen Experten als Trainer zu haben.“

Für ihn und seine Mitstreiter läuft die Saison bislang mehr als gut. Am Sonntag werden sie um 18 Uhr vom TV Offenbach empfangen und wollen da weitermachen, wo sie aufgehört haben. Das Hinspiel gewannen die Löwen zwar souverän und hochverdient mit 29:23, es gab aber noch deutliche Schwankungen innerhalb der Partie. „Offenbach ist eine unangenehm zu bespielende Mannschaft. Wir hatten das Hinspiel zu früh unter Kontrolle, sodass sich im Verlauf zu viel Nachlässigkeit eingeschlichen hat. Das darf uns diesmal nicht passieren. Leider werden wir auf Felix Weinert die nächsten Wochen verzichten müssen. Er hat sich im Spiel gegen Mundenheim an der Schulter verletzt und steht uns vorerst nicht mehr zur Verfügung. Das ist natürlich doppelt bitter, weil Felix gegen Mundenheim sein vielleicht bestes Saisonspiel gezeigt hat“, ärgert sich Schwarzwald über den nächsten Ausfall. Weinert war in der Abwehr einer derjenigen, die großen Anteil daran hatten, dass man den VTV Mundenheim niederringen konnte. 

Der TV Offenbach hat sich zuletzt verbessert präsentiert, auch wenn sich dies in den Punkten noch nicht bemerkbar gemacht hat. Zu Jahresbeginn hatte Trainer Christian Job entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Mit Michael Übel wurde jedoch schnell ein Nachfolger gefunden, der direkt übernahm. Übel ist in Offenbach kein Unbekannter und genießt hohes Ansehen. Von 2018 bis 2022 leitete er die Geschicke des TVO, den er aus der Oberliga zurück in die Spitzengruppe der Regionalliga führte. Derzeit steht sein neues altes Team aber auf dem vorletzten Rang und konnte erst drei Punkte einfahren. Da im Moment davon auszugehen ist, dass es zwei Absteiger aus der 3. Liga geben wird, sind die Offenbacher bereits acht Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Vielleicht macht aber genau das sie noch gefährlicher. 

Zweite Mannschaft zu Gast beim Spitzenreiter

Die zweite Mannschaft der SG Zweibrücken hatte letzte Woche kurzfristig spielfrei. Das Spiel gegen den HC Dillingen/Diefflen wurde verschoben. Dieses Wochenende geht es für sie nach Völklingen zu einem der drei Top-Teams der Liga. Derzeit führen die Völklinger gemeinsam mit dem HSV Merzig/Hilbringen die Tabelle mit vier Minuspunkten an. Einen Platz dahinter, ebenfalls mit vier Minuspunkten, aber auch einem Spiel weniger, liegt die HG Saarlouis II. Selten zuvor war der Aufstiegskampf so ausgeglichen und Prognosen so schwer. Im Falle von Punktgleichheit am letzten Spieltag würde der direkte Vergleich herangezogen werden. Stand jetzt dürften sich Freunde der Mathematik über dieses Finale freuen. 

Die Handballer der SG hingegen schauen eher weniger nach oben. Ihr Blick ist nach hinten gerichtet, denn ihr Vorsprung zu den beiden Abstiegsplätzen beträgt aktuell nur zwei Punkte. Am Samstag um 18 Uhr werden sie in Völklingen empfangen. 

 

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