Löwen zeigen Zähne und schlagen Budenheim

Die Zweibrücker Löwen sind derzeit nicht zu stoppen. Auch gegen die bis dahin verlustpunktfreien Sportfreunde aus Budenheim zeigten die Jungs von Martin Schwarzwald eine starke Leistung und gewannen am Ende verdient mit 31:24 (11:11). Durch diesen Erfolg kletterten sie nochmals in der Tabelle nach oben und teilen sich jetzt den ersten Rang mit Budenheim und Homburg. Bester Werfer der Partie war Nils Wöschler mit acht Treffern, davon fünf per Siebenmeter.

Regionalliga Südwest · Samstag, 06.11.2026

31:24

Zweibrücker Löwen – SF Budenheim

Halbzeit 11:11 · Bester Werfer: Nils Wöschler 8/5

Es war ein Spitzenspiel angekündigt, und es wurde ein Spitzenspiel geliefert. Die Zweibrücker Löwen zeigten im Heimspiel gegen die SG Budenheim erneut eine starke Leistung und bestätigten ihre gute Form. In den 60 Spielminuten mussten sie jedoch alles geben, denn der bis dahin verlustpunktfreie Spitzenreiter zeigte, warum er zurecht oben in der Tabelle steht.

„Zunächst bin ich sehr glücklich darüber, dass wir das Topspiel für uns entscheiden konnten. Gerade in der ersten Halbzeit war es eine kompetitive und enge Partie. In der ersten Hälfte haben wir uns gegen die sehr gute Budenheimer Abwehr schwergetan. In der zweiten Hälfte legte Damian Zajac dann allerdings noch eine Schippe drauf, Stephan Jahn verteidigte wieder unglaublich stark und sowohl Tom Ihl als auch Tim Eisel fingen an, wichtige Tore für uns zu werfen“

Martin Schwarzwald, Trainer der Zweibrücker Löwen

Auch sein Kollege auf der Budenheimer Bank, Philipp Becker, war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „Ich fand, dass es eine sehr hochwertige Partie war. Ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, in den meisten Teilen sehr gut umgesetzt. Aber mit 29 Fehlwürfen kann man kein Spitzenspiel gewinnen“, so Becker. Dass man die Rheinhessen bei 24 Toren hielt, lag nicht nur an einer starken Löwenabwehr, sondern auch an einem erneut überragenden Damian Zajac im Löwen-Tor, der 16 Paraden zeigte und damit das Torhüterduell knapp für sich entschied. Auch die Gäste hatten mit Karim Ketelaer einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten, der die Hausherren gerade in der ersten Halbzeit völlig entnervte.

Ausgeglichener Schlagabtausch in Durchgang eins

Bereits zu Beginn der Partie merkte man, dass hier zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinandertrafen. Zwar konnten die Hausherren schnell mit 3:1 (4.) in Führung gehen, doch die Gäste, die in der ersten Halbzeit mit Corazolla, Kühn und Dübal im Rückraum auf Erfahrung setzten, zeigten ebenfalls guten Handball. In der Abwehr spielten beide Mannschaften hart, aber nicht unfair, und jeder Wurfversuch musste hart erarbeitet werden. So, wie sich Becker nach der Partie über die vielen ausgelassenen Chancen ärgerte, konnte sich Schwarzwald in der ersten Halbzeit ebenfalls nur wenig freuen, denn seine Mannschaft leistete sich 17 Fehlwürfe im ersten Abschnitt. Was beide gleichermaßen ärgern, sie aber grundsätzlich zufrieden stimmen dürfte, war, dass es sich kaum um erzwungene Halbchancen handelte, die vergeben wurden. Beide Mannschaften zeigten guten Handball und hatten Torhüter zwischen den Pfosten, die überragende Leistungen zeigten. So blieb die Partie die ganze Zeit über eng und ausgeglichen. Beim Stand von 11:11 ging es in die Pause.

Zwischensprint nach dem Seitenwechsel

Auch in der zweiten Halbzeit blieb es zunächst beim gleichen Bild. Bis zur 38. Minute konnte sich keine der beiden Mannschaften wirklich absetzen. Nach dem 16:16 legten die Löwen jedoch einen Zwischensprint hin und konnten sich mit drei Treffern binnen 90 Sekunden erstmals deutlicher mit 19:16 absetzen. Dies schien die Gastgeber weiter zu beflügeln und ihnen mehr Sicherheit zu geben. Während Nils Wöschler weiterhin sicher und unaufgeregt die Bälle verteilte, fand Tom Ihl im rechten Rückraum jetzt Lösungen, um Ketelaer zu überwinden. Und Tim Eisel drehte, ähnlich wie auch gegen Dansenberg, jetzt nochmals auf und war kaum zu stoppen. So setzten sich die Rosenstädter bis zur 48. Minute auf 25:19 ab. In dieser Phase konnten sie sich auf einen starken Zajac im Tor verlassen, der wichtige Paraden zeigte. Ketelaer kam nicht mehr an die Quote aus der ersten Halbzeit heran. Die Gäste versuchten alles, um die Partie noch zu drehen. Sie wechselten im Tor, agierten mit dem siebten Feldspieler und gingen teilweise sehr offen in der Deckung raus. Doch die Zweibrücker Löwen ließen sich davon nicht beirren. Die Gäste verkürzten zwar auf 27:24 (54.), doch für mehr sollte es nicht reichen.

Es war eine Partie, die die Euphorie in Zweibrücken weiter steigern wird und Lust auf mehr macht. Diese Lust spiegelte sich auch auf den Zuschauerrängen wider. „So voll habe ich die Halle schon lange nicht mehr gesehen“, freute sich Martin Schwarzwald bei der anschließenden Pressekonferenz.

Nächstes Spiel

Nächste Woche geht es für ihn und sein Team nach Mülheim zum ersten von zwei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen.

Für die SG Zweibrücken spielten

Tor: Damian Zajac (1–60, 16 Paraden, davon ein Siebenmeter, ein Treffer), Norman Dentzer

Feld: Nils Wöschler 8/5, Tim Eisel 7, Tom Ihl 6, Stephan Jahn 4, Philipp Hammann 2, Collin Eden 2, Lukas Kondziela 1, Julian Weber, Samuel Reitz, David Rios Potrony, Louis Ringle, Lars Gräbel, Ben Oliver Schwindt

Saarlandstr. 18–22, 66482 Zweibrücken +49 6332 91014-88 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.