Die A-Junioren der Zweibrücker Löwen sind für die Entwicklung junger Spieler eine sehr gute Adresse. Im Sinne der Anschlussförderung wird früh darauf geachtet, die jungen Talente aus Zweibrücken an den aktiven Bereich heranzuführen und ihnen dort Verantwortung zu übertragen. Deshalb ist es nur richtig, dass sich die Jungs schon früh in der ersten und zweiten Mannschaft der SG Zweibrücken regelmäßig beweisen müssen und ihren Anteil am Erfolg haben. Für die kommende Saison konnte mit Johannes Matheis ein neuer Trainer verpflichtet werden, der die Nachfolge von Björn Stoll als Trainer der A-Junioren antritt.
Nachdem der bisherige Trainer Björn Stoll aus privaten Gründen signalisiert hatte, in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung zu stehen, fanden die Verantwortlichen der SG Zweibrücken schnell einen neuen starken Mann. Mit dem 39-jährigen Gymnasiallehrer ist der SG ein wahrer Glücksgriff gelungen. „Ich schätze ihn als Mensch sehr und kenne ihn seit seiner Zeit in Rodalben. Im Lehrstab des HV Saar macht er einen guten Job, und wir erhoffen uns, dass er sein fundiertes Fachwissen in seine Tätigkeit bei uns einbringt und unseren Trainerstab damit bereichert. Als A-Jugendtrainer ist er ein wichtiges Bindeglied zwischen Stefan Bullacher und mir, weil er sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gut kommunizieren muss und den Übergang zu den Aktiven bestmöglich vorbereiten soll”, freut sich Martin Schwarzwald, Trainer der ersten Herrenmannschaft, über den Neuen im Zweibrücker Trainerteam. Den Prozess hatte Jugendkoordinator Stefan Bullacher angestoßen. „Über Stefan entstand der Kontakt, und wir haben uns zusammengesetzt und darüber gesprochen. Ich kenne ihn und Martin aber schon ganz lange. Ich bin im Lehrteam Saar, während Stefan und Martin als Referenten und Prüfer bei uns im Verband aktiv sind“, beschreibt der gebürtige Rodalbener.
Er ist dort geboren und aufgewachsen und hat sich schon früh neben dem aktiven Handball auch für das Training interessiert, insbesondere für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. „Seit ich 16 bin, habe ich eigentlich durchgehend immer Jugend trainiert“, sagt Matheis, der auch für den Pfälzer Handballverband im Auswahlbereich tätig war. Bei den Aktiven war er zwei Jahre lang Trainer des TS Rodalben. Seit vier Jahren ist er Cheftrainer der Herren des HC Schmelz in der Oberliga Saar. In seinem neuen „Heimatverein“ engagiert er sich ebenfalls für die Jugend und möchte dies auch zukünftig nicht ändern. „Ich bin und bleibe zusätzlich Trainer der F- und der E-Jugend des HC Schmelz“, sagt Matheis, der einen besonderen Bezug zu diesen Teams hat. Zwei seiner drei Kinder spielen in diesen Klassen. Das jüngste Kind ist zwei Jahre alt und hat den Handball noch nicht für sich entdeckt, wird aber bestimmt bald folgen, denn zur Trainerin der Minis besteht guter Kontakt. „Ja, das macht meine Frau.“
Der Beruf führte ihn ins Saarland, die Liebe hielt ihn. Der sympathische Gymnasiallehrer arbeitet am Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium in Völklingen und unterrichtet die Fächer Sport und Mathematik. Für den Bereich Mathematik hat er zudem die Fachkoordination an seiner Schule übernommen. Mit seiner Frau und den drei Kindern lebt er seit vielen Jahren glücklich in Schmelz und engagiert sich beim dortigen HC. Um mehr Zeit für seine Familie zu haben, entschied er, das Amt des Herrentrainers künftig nicht mehr ausüben zu wollen. „Eigentlich wollte ich mir eine kleine Auszeit nehmen. Aus dieser Vorstellung wurde jedoch nichts. Dafür kommt jetzt eine ganz spannende neue Aufgabe auf mich zu“, so Matheis. „Es ist spannend, mit vielen guten Trainern zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen. Vor allem reizt mich aber der Leistungsgedanke bei der A-Jugend der SG. Das sind Jungs, die sehr talentiert, topmotiviert und ehrgeizig sind. Es ist eine spannende Sache für mich, sie im letzten Jahr der Jugend nochmals zu begleiten.“