Das Derby zwischen den Zweibrücker Löwen und den HF Illtal hatte einiges zu bieten. Vor allem Spannung bis in die Schlusssekunden und zwei Teams, die alles aus sich herausgeholt haben. Am Ende trennten sich die Mannschaften mit einem 27:27-Unentschieden (14:16). Bester Zweibrücker Werfer war Nils Wöschler mit neun Treffern, davon sieben vom Strich.
Die Gäste aus der Rosenstadt gingen mit gemischten Gefühlen aus der Partie. Einerseits konnten sie kurz vor Schluss immerhin noch einen Punkt ergattern, andererseits hatten sie die Partie eigentlich über weite Strecken gut im Griff. „Gerade in der ersten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass wir die überlegene Mannschaft waren, aber nichts aus unseren Möglichkeiten gemacht haben. Wir müssen meiner Meinung nach mit mehr als zwei Toren führen“, ärgerte sich Löwen-Coach Martin Schwarzwald nach der Partie. Gerade in den Überzahlsituationen hätte man mehr Ertrag erzielen müssen. An der Einstellung der Zweibrücker gab es nichts auszusetzen. „Die Jungs wollten, keine Frage, aber das Entscheidungsverhalten war heute nicht gut“, so Schwarzwald.
Dabei fanden seine Jungs gut in die Partie und führten nach etwas mehr als sechs gespielten Minuten bereits mit 2:5. In dieser Phase waren sie kurzzeitig sogar in doppelter Überzahl, konnten daraus aber keinen Profit schlagen. Die Hausherren bestraften dies und verkürzten auf 3:5 (8.). Dennoch blieben die Gäste am Drücker und bauten ihren Vorsprung bis zur elften Minute auf 4:7 aus. Eine Löwenunterzahl nutzten die Gäste etwas besser aus und verkürzten nach einem Doppelschlag von Dominik Aatz auf 6:7 (13. Minute). Dominik Aatz war in der ersten Halbzeit so etwas wie die Lebensversicherung des HFI. Zwischen der achten und der 16. Minute erzielte er sechs Treffer in Folge und hielt so seine Farben in Schlagdistanz. In der 18. Minute glichen die Zebras aus dem Illtal nach einem Treffer von HFI-Rückraumspieler Thomas Jung zum 11:11 aus. Die Löwen legten aber immer wieder vor und konnten schließlich mit einer 14:16-Führung in die Halbzeit gehen.
Auch in der zweiten Hälfte erwischten die Rosenstädter den besseren Start und bauten ihren Vorsprung auf 14:18 (33. Minute) aus. Die Mannschaft von Steffen Ecker ließ sich davon jedoch nicht verunsichern und kämpfte sich zurück. Nach dem zwischenzeitlichen 18:19 (37. Minute) zogen die Löwen zwar kurzzeitig auf 18:21 davon, doch die Partie blieb eng. In der stimmungsgeladenen Hellberghalle sahen die Zuschauer eine spannende Partie, in der die Hausherren zunächst erneut verkürzen und in der 47. Minute zum 22:22 ausgleichen konnten. Und es kam noch dicker aus Zweibrücker Sicht, denn wenig später gingen die Gastgeber erstmals in der Partie selbst in Führung (23:22, 49.). Die Partie blieb jetzt auf des Messers Schneide. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende führten wieder die Gäste (25:26) und hätten doch wenige Sekunden vor dem Ende mit leeren Händen dastehen können. Doch Nils Wöschler sicherte seinen Jungs mit einem verwandelten Siebenmeter noch einen Punkt. Es war sein siebter Treffer aus sieben Versuchen vom Strich.
„Es war ein Spiel vor einer tollen Kulisse mit vielen Zuschauern in Eppelborn. Einerseits fühlt es sich wie ein verlorener Punkt an, andererseits bin ich auch froh, dass wir den Ausgleich noch geschafft haben. Es war wichtig, mit einem Punktgewinn in die Runde zu starten“, so Schwarzwald. Am kommenden Samstag empfangen die Löwen dann die HSG Rhein-Nahe Bingen, die am ersten Spieltag noch spielfrei war.
Für die Löwen spielten:
Damian Zajac und Norman Dentzer im Tor
Nils Wöschler 9/7, Tim Eisel 5, Collin Eden 3, Lukas Kondziela 3, Tom Ihl 3, Stephan Jahn 2, Lars Gräbel 1, Ben Oliver Schwindt 1, Philipp Hammann, Julian Weber, Nico Graeber, Matteo Weber, David Rios Potrony, Louis Ringle