Zur kommenden Saison verstärkt die SG Zweibrücken ihren Rückraum und verpflichtet Lars Gräbel vom Ligarivalen HC St. Ingbert-Hassel. Der 24-jährige Rückraumspieler ist derzeit der zweitbeste Torschütze der Regionalliga Südwest. Gerade in den direkten Aufeinandertreffen mit den Rosenstädtern hat er Coach Martin Schwarzwald überzeugt.
Lars Gräbel hat bereits zu Beginn der Saison viele Blicke auf sich gezogen. Der wendige und blitzschnelle Rückraumspieler des HC St. Ingbert-Hassel überzeugt Woche für Woche, ist für den Aufsteiger aus der Oberliga Saar eine kaum zu ersetzende Stütze . Für ihn selbst ist es eine Rückkehr in die Vergangenheit, denn Gräbel ist gebürtiger Zweibrücker und war vor zwei Jahren von der SG Zweibrücken II nach St. Ingbert gewechselt. Von Beginn an entwickelte er sich zu einem Führungsspieler, der den HC zu einem Meisterschaftskandidaten machte. Mit einem Schnitt von 6,25 Treffern pro Spiel war er bester Werfer seiner Mannschaft und belegte insgesamt den sechsten Rang der Torschützenliste. Er krönte seine spektakuläre Saison nicht nur mit dem Aufstieg in die Regionalliga, sondern auch mit dem Pokalsieg. In der neuen Klasse machte er da weiter, wo er aufgehört hatte, und konnte seine Ausbeute sogar auf 7,29 Tore pro Spiel steigern. Auch am zweiten Spieltag zeigte er sein Können und war mit neun Treffern bester Werfer seiner Mannschaft im Derby gegen die Löwen aus Zweibrücken (29:25 für die SG Zweibrücken).
„Im Endeffekt war der Kontakt zum Verein nie abgebrochen. Meine ganzen Freunde spielen noch dort. Ich war immer wieder in der Halle“, sagt Gräbel, der unweit der Westpfalzhalle wohnt. Aus seiner Sicht hat auch die derzeitige Situation bei seinem jetzigen Verein für einen Wechsel zurück gesprochen. „Bei St. Ingbert ist die Situation noch etwas ungewiss, weil wir noch nicht sagen können, ob es für den Klassenerhalt reichen wird. Das war für mich aber ein wichtiger Punkt, weil ich gerne nächste Saison weiterhin in der Regionalliga spielen möchte“, so Gräbel. Am Ende des Tages hat ihn aber auch SG-Trainer Martin Schwarzwald überzeugt. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Martin. Ich bin sehr überzeugt von seiner Arbeit, weil ich nur Gutes höre. Ich erhoffe mir persönlich, dass ich mich unter ihm gut entwickeln und den nächsten Schritt machen kann“, sagt der 24-Jährige, der sich auf gutes und intensives Training freut, um weiter an sich zu arbeiten. „Ich glaube, dass ich noch viel Luft nach oben habe.“
Auch Coach Martin Schwarzwald freut sich sehr, Gräbel nächste Saison im Kader begrüßen zu dürfen. Vor allem in den direkten Aufeinandertreffen in der Vorbereitung und am zweiten Spieltag hat Gräbel ihn überzeugt und auf sich aufmerksam gemacht. „Lars wird hauptsächlich mit Nils zusammen die Position im Rückraum bekleiden. Felix Weinert macht das diese Saison schon sehr gut, wird aber vielleicht noch etwas Zeit brauchen. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir die Breite und die Qualität im Kader noch etwas steigern. In dieser Saison haben wir aus wenig Kaderbreite sehr viel herausgeholt. Wenn das aber nachhaltig werden soll, müssen wir uns in der Breite verstärken. Da passt es natürlich super, dass Lars in St. Ingbert eine so tolle Entwicklung genommen hat. Ich glaube, dass es für ihn der richtige Schritt war, wegzugehen, denn ich bin überzeugt, dass er es auch so sicherlich in die erste Mannschaft geschafft hätte. Aber er kommt als deutlich besserer Spieler zurück, weil er in einer Mannschaft gespielt hat, in der er viel Verantwortung übernehmen musste. Er ist mit ihnen aufgestiegen und hat wichtige Erfahrungen gesammelt. Derzeit kämpft er mit ihnen um den Klassenerhalt, was ebenfalls wichtige Erfahrungen für ihn sind – vor allem als Führungsspieler. All das macht Lars zu einem wertvollen Puzzleteil für uns. Er muss sich zwar in eine neue Rolle einfinden, aber ich sehe in Lars trotzdem viel Potenzial und denke, dass er uns sehr weiterhelfen wird“, freut sich Schwarzwald.
Im Hintergrund wird weiterhin intensiv an dem Kader für die Zukunft gearbeitet. Die Verantwortlichen der SG Zweibrücken möchten den eingeschlagenen Weg fortsetzen und gemeinsam mit Martin Schwarzwald Schritt für Schritt die Rückkehr in die 3. Liga erreichen.