Knapper Erfolg nach schwieriger Aufgabe

Es war die erwartungsgemäß schwere Partie für die Handballer der SG Zweibrücken. Auswärts beim Tabellenfünften der Regionalliga Südwest, der HSG Rhein-Nahe Bingen, taten sich die Rosenstädter schwer, zu ihrem Spiel zu finden, und liefen lange Zeit einem Rückstand hinterher. In der Schlussphase bewahrten sie jedoch einen kühlen Kopf und gewannen am Ende mit 26:30 (13:13). Bester Werfer war SG-Rückraumspieler Nils Wöschler mit 13 Treffern. 

Nach der Partie musste SG-Trainer Martin Schwarzwald erst einmal tief durchatmen. Seine Mannschaft musste in den vorangegangenen 60 Spielminuten alles geben, um als Sieger vom Platz zu gehen. Dabei konnten sie lange Zeit nicht ihr volles Potenzial abrufen, das sie in den zurückliegenden Wochen so stark gemacht hatte. „Bingen hat das gut gemacht und sehr gut verteidigt. Wir haben es uns echt schwer gemacht, in unsere Situationen zu kommen. Wir haben in der ersten Halbzeit gar nicht zu uns gefunden und waren sehr abhängig von Nils Wöschler. Er hat uns mit seinen Toren am Leben gehalten“, analysierte Schwarzwald. Wöschler, der sich in der Woche zuvor eher als Taktgeber denn als Torschütze in den Vordergrund gespielt hatte, zeigte am gestrigen Abend, dass er auch als eiskalter Vollstrecker immens wichtig für seine Mannschaft ist. Schwarzwald gab zu, dass man den Ausfall seines etatmäßigen Kreisläufers deutlich gemerkt habe. „Das Fehlen von Samuel Reitz haben wir gemerkt, weil er in den letzten Wochen sehr wertvoll für uns war“, so Schwarzwald. Was die Zweibrücker auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie für nahezu jeden Ausfall und jede Herausforderung die passende Antwort parat haben. So auch am gestrigen Abend. 

Schon früh in der Partie wurde klar, dass es heute eine enge Kiste werden würde. Nach etwas mehr als sieben Minuten führten die Hausherren mit 5:3, doch der Tabellenzweite aus der Pfalz glich zwei Minuten später zum 5:5 aus. Die Partie blieb eng und umkämpft, jedoch erarbeiteten sich die Hausherren leichte Vorteile und konnten immer wieder vorlegen. Drei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit führten sie mit 13:11, doch einmal mehr kamen die Löwen aus Zweibrücken zurück. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit stellten die Löwen auf eine 3:3-Deckung um und kamen so noch einmal in Ballbesitz. Nils Wöschler glich dann wenige Sekunden vor dem Ende zum 13:13 aus. „Das war sehr wichtig für den Kopf“, so Schwarzwald. 

Die Hausherren erwischten wieder den etwas besseren Start und gingen in der 38. Minute mit 17:15 in Führung. Doch dann drehten die Gäste auf, auch dank des nun bärenstarken Damian Zajac im Tor. „Damian fand zunächst schwer in die Partie. In der 21. Minute kam Samiran Markgraf ins Spiel und entschärfte drei Bälle. Zur zweiten Halbzeit kam Damian mit frischem Kopf zurück und war wie ausgewechselt”, freute sich Schwarzwald, denn der Torhüter entschärfte jetzt diverse freie Bälle und beflügelte so seine Vorderleute. Binnen fünf Minuten drehten seine Jungs mit einem 4:0-Lauf die Partie (17:19, 43.). Der Tabellenzweite hatte nun leichte Vorteile und konnte den Zwei-Tore-Vorsprung zunächst halten und acht Minuten vor dem Ende nach einem Treffer von Stephan Jahn sogar auf 23:26 ausbauen. Doch die Hausherren gaben sich nicht auf und glichen etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende zum 26:26 aus. Schwarzwald reagierte und nahm eine Auszeit. Seine Mannschaft legte erneut vor und die HSG Rhein-Nahe Bingen handelte sich in der Schlussphase gleich zwei Zeitstrafen ein. Diesen Vorteil nutzte der Tabellenzweite, um die Partie am Ende für sich zu entscheiden. 

„Ich bin sehr glücklich, dass die Mannschaft ein ‚dreckiges Spiel‘ noch gewonnen hat“, freute sich Schwarzwald nach dem Schlusspfiff. Nun gilt es, die Konzentration auf Ostermontag zu richten, wenn die Löwen im Pokal-Final Four in Saarbrücken gefordert sind. 

Für die SG Zweibrücken spielten:

Damian Zajac, Samiran Markgraf im Tor, 

Nils Wöschler 13, Matteo Weber 5, Stephan Jahn 4, Nico Becker 4, Philipp Hammann 3, Tom Ihl 1, Nico Graeber, Louis Ringle, Ben Oliver Schwindt, Martin Leufke, Julian Weber

 

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