Kleiner Kader, großes Herz

Nach einwöchiger Pause sind die Zweibrücker Handballer am kommenden Samstag wieder gefordert. Der Tabellenerste der Regionalliga Südwest empfängt die SF Budenheim. Somit trifft die beste Abwehr der Liga auf den besten Angriff. Für die Mannschaft von SG-Trainer Martin Schwarzwald bedeutet dies, dass sie an ihre Leistungsgrenze gehen und noch etwas darüber hinaus müssen, wenn sie auch weiterhin ungeschlagen bleiben wollen. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Westpfalzhalle.

Bislang feierten die Zweibrücker in dieser Saison neun Siege und ein Unentschieden. Der verdiente Lohn ist der Platz an der Tabellenspitze. Auch wenn man sich nach der letzten Saison erhoffte, diese Runde weiter oben in der Tabelle mitspielen zu können, hat die bisherige Saison die Erwartungen dennoch übertroffen. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so gut in die Hinrunde starten. Wir lernen von Spiel zu Spiel dazu. Erwartet habe ich es aber tatsächlich nicht, umso mehr freue ich mich“, sagte Linksaußen Nico Graeber, der seit dieser Saison die Nummer eins auf seiner Position ist. Er teilt sich die Spielzeit mit den beiden A-Jugendtalenten Ben Schwindt und Louis Ringle. „Ich freue mich sehr, das Vertrauen von Martin zu bekommen. Ich bin aber auch sehr froh, mit Ben und Louis zwei Spieler zu haben, mit denen ich gerne zusammenspiele“, so Graeber. „Nico ist extrem ehrgeizig und sein eigener härtester Kritiker. Dazu betreibt er einen hohen Aufwand, um seine Schichtarbeit und den Handball bestmöglich unter einen Hut zu bringen – das weiß ich zu schätzen. Durch den Abgang von Max Kroner hat Nico eine veränderte Rolle mit mehr Verantwortung auf seiner Position und ist immer bereit, 100 % zu geben“, freut sich SG-Coach Martin Schwarzwald. Graeber spielt bislang eine gute Saison. Er hat 23 Treffer erzielt und steht damit bei seinem besten Toreschnitt, seit er in der Mannschaft ist. Er knüpft die Leistung seiner Mannschaft sowie seine eigene eng mit seinem neuen Trainer. „Mit Martin als Trainer haben wir jemanden, der weiß, wann er wie einzugreifen hat. Wir bereiten uns im Training sehr gut auf den Gegner vor und können uns so schon viele Lösungen für das Spiel erarbeiten. Deswegen sieht das oft so ruhig aus“, sagt Graeber.

Auch auf den nächsten Gegner müssen sie sich sehr intensiv vorbereiten, denn mit den Sportfreunden Budenheim kommt der beste Angriff der Liga nach Zweibrücken. Die Anzahl der erzielten Treffer lag zuletzt bei 35, 36, 41, 38 und 44 und lässt erahnen, was am Samstag auf die Zweibrücker zukommt. „Budenheim ist für mich die vielleicht am breitesten besetzte Mannschaft in der Liga. Sie haben einen tollen Kader. Sie haben junge Spieler im Team, die sich toll entwickelt haben, aber auch einige erfahrene Akteure wie Stefan Corazolla oder Sören Dübel. Mit Max Panther haben sie zudem einen der drei besten Kreisläufer der Liga. Das ist eine sehr gute Mannschaft, die viel Qualität mitbringt, sehr schnell spielt und hohes Risiko geht. Das wird eine Aufgabe“, weiß Martin Schwarzwald.

Das Ziel für Samstag ist klar. Man will ungeschlagen bleiben und den nächsten Sieg einfahren. „Für uns lautet das Motto wie in den letzten Spielen: ‚Kleiner Kader, großes Herz‘. Wir wollen ungeschlagen nach Vallendar fahren. Aber uns muss auch bewusst sein, dass, obwohl die letzten Spiele zur Halbzeit sehr deutlich aussahen, vieles zusammenkommen muss. Unsere Abwehr muss ins Spiel finden, und wir brauchen eine gute bis sehr gute Leistung unserer Torhüter. Vorne müssen wir diszipliniert spielen, und zwar in einem System, in dem unsere Schlüsselspieler auch funktionieren. Das kam zuletzt glücklicherweise immer zusammen. Wenn uns das am Wochenende gelingt, glaube ich, dass wir auch Budenheim schlagen können“, so Schwarzwald. Eine Veränderung wird es im Kader geben. Ben Schwindt wird krankheitsbedingt aussetzen und für ihn wird erstmals Louis Ringle auflaufen.

Zweite Mannschaft zu Gast bei HSV Merzig/Hilbringen

Die zweite Mannschaft der SG Zweibrücken hat sich zuletzt deutlich verbessert gezeigt. Für den kommenden Gegner müssen sie jedoch noch eine Schippe drauflegen. Am Samstag um 18 Uhr werden sie vom HSV Merzig/Hilbringen empfangen, der mit 14:2 Punkten auf dem geteilten ersten Rang der Oberliga-Tabelle steht. Ähnlich wie Budenheim hat auch der HSV zuletzt ordentlich Zielwasser getrunken. Die Zweibrücker werden gerade in der Abwehr über sich hinauswachsen müssen, wenn sie die Partie möglichst lange offen halten wollen.

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