Die Handballer der SG Zweibrücken sind gut in die Rückrunde gestartet und haben beim HC St. Ingbert-Hassel verdient und klar mit 32:42 (18:18) gewonnen. Über weite Strecken der ersten Hälfte führte der Aufsteiger, doch nach einem starken Zwischenspurt übernahm der Tabellenzweite das Kommando und gab es bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Bester Werfer der Partie war der Zweibrücker Stephan Jahn mit zehn Treffern.
„Wir haben gut die Ruhe bewahrt. Es war sehr ähnlich wie im Hinspiel. St. Ingbert war unglaublich motiviert und ist unser hohes Tempo vor allem in der ersten Halbzeit voll mitgegangen. Wir haben aber auch ein paar Fehler gemacht, die uns sonst nicht unterlaufen, und hatten Probleme, Lars Gräbel und Joshua Eberhard in der Abwehr in den Griff zu kriegen, weil wir ihnen zu viele Räume gelassen haben. Dafür haben wir den Kreisläufer Sebastian Meister gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit bekamen wir mehr Zugriff. Unser Angriffsmotor lief munter weiter, was man an den 42 geschossenen Toren sieht. Durch die Bank weg war es eine gute Leistung”, freute sich Martin Schwarzwald, Trainer der SG Zweibrücken, nach der Partie. Mehr oder weniger kurzfristig hatte sich seine ohnehin angespannte Kadersituation verschlechtert: Samuel Reitz war krank und Felix Weinert angeschlagen und standen nicht zur Verfügung. Dafür erklärte sich Niklas Bayer erneut bereit, die Mannschaft zu unterstützen, und war ein wichtiger Faktor. „Niklas hatte viele gute Aktionen“, so Schwarzwald.
Nachdem der Favorit aus Zweibrücken zu Beginn zweimal vorlegen konnte, setzten sich die Hausherren nach dem zwischenzeitlichen 3:3 (5. Minute) erstmals deutlicher mit 6:3 ab. In dieser Phase blieben die Gäste fast fünf Minuten ohne eigenen Torerfolg, ehe der junge Julian Weber seine Mannschaft erlöste. Diesen Vorsprung verteidigten die Hausherren bis zur 24. Minute. Dann glich der starke Nico Graeber für die Zweibrücker aus und erzielte das 13:13. Bis zur Halbzeit legten die Gastgeber immer wieder vor und die Gäste zogen nach. Beim Stand von 18:18 wurden die Seiten gewechselt.
Zu Beginn der zweiten Hälfte begegneten sich beide Teams immer noch auf Augenhöhe, wobei die Rosenstädter nun ein ums andere Mal vorlegen konnten. Nach dem 23:23 (36. Minute) gingen die Zweibrücker erstmals mit zwei Treffern in Führung (23:25, 37. Minute). Diese Führung währte jedoch nicht lange, da die Hausherren eine Zeitstrafe gegen Graeber zum Ausgleich nutzten (25:25, 38.). Das sollte aber auch das letzte Mal gewesen sein, denn mit einem 5:0-Lauf sorgte der Tabellenzweite für klare Verhältnisse. In der 43. Minute stand es 25:30, als die Tigers aus St. Ingbert-Hassel eine Auszeit nahmen. Diese konnte den Lauf der Zweibrücker jedoch allenfalls bremsen, aber nicht aufhalten. Die Gäste setzten sich immer weiter ab und feierten am Ende einen ungefährdeten und verdienten 32:42-Auswärtserfolg.
SG-Trainer Martin Schwarzwald war nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. Er hob neben den Außenspielern Becker, Hamann und Graeber auch Stephan Jahn als zehnfachen Torschützen und Antreiber sowie Nils Wöschler hervor, der das Tempo und das Spiel der Löwen in gewohnter Manier unaufgeregt leitete. „Es fühlt sich gut an, dass wir so locker geblieben sind und das Derby am Ende mit zehn Toren Unterschied gewinnen konnten“, sagte Schwarzwald, der sich mit Damian Zajac und Norman Dentzer auch auf zwei gute Torhüter verlassen konnte.
Für die SG Zweibrücken spielten:
Damian Zajac, Norman Dentzer im Tor,
Stephan Jahn 10, Nico Graeber 7, Nico Becker 6, Niklas Bayer 6, Nils Wöschler 4, Philipp Hammann 3, Julian Weber 3, Martin Leufke 2, Louis Ringle 1, Ben Oliver Schwindt