Eine lange Saison nähert sich dem Ende. Für die Handballer der SG Zweibrücken stehen nur noch drei Spiele auf dem Programm. Am kommenden Samstag sind sie zu Gast bei den Sportfreunden Budenheim, dem aktuellen Tabellendritten der Regionalliga Südwest. Die Sportfreunde haben in dieser Saison zu alter Stärke zurückgefunden und schielen mit einem Auge noch auf den zweiten Platz, den die Zweibrücker derzeit innehaben. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Waldsporthalle.
Nach den Niederlagen in Mülheim und Kastellaun haben sich die Zweibrücker Löwen in der Liga wieder von ihrer stärksten Seite gezeigt. Mit vier Siegen in Folge haben sie den zweiten Platz verteidigt. Auch die Chance auf den ersten Platz ist noch vorhanden, wenngleich sie von Woche zu Woche kleiner wird. Selbst mit einem Heimsieg über den HV Vallendar ist es kaum vorstellbar, dass der Spitzenreiter noch Punkte liegen lässt. Doch auch der zweite Platz der SG-Handballer ist noch nicht sicher, denn ihr Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten, die SF Budenheim, beträgt ebenfalls vier Punkte.
Das Hinspiel war eine spannende und hochklassige Partie. Über weite Strecken führten die Rosenstädter, konnten sich aber nie entscheidend absetzen. In den letzten zehn Minuten waren es dann allerdings die Gäste aus Rheinhessen, die immer wieder vorlegen konnten. Die Zweibrücker zogen nach, sodass am Ende beide Mannschaften noch als Sieger vom Feld gehen konnten. Am Ende hatten die Zweibrücker das Quäntchen Glück und mit Nils Wöschler einen Spieler, der wenige Sekunden vor Schluss den entscheidenden Siebenmeter verwandeln konnte.
Diese Niederlage schien die Mannschaft von Philipp Becker wachgerüttelt zu haben, denn von da an eilte sie von Erfolg zu Erfolg. Selbst den HV Vallendar brachten sie ins Wanken und rangen ihm einen Punkt ab. Mit 779 erzielten Toren stellen sie den zweitbesten Angriff der Liga. Wenn man einen Blick auf die Torschützen wirft, erkennt man schnell, dass sie keinen „Go-to-Guy“ haben. Die Rheinhessen sind sehr breit aufgestellt und von allen Positionen aus gefährlich. Im Hinspiel waren es die beiden Linkshänder Patrick Hess und Jannis Schnitter, die mit 14 der 26 Budenheimer Tore den Zweibrückern große Probleme bereitet haben. Ohne Schnitter und Hess waren es am vergangenen Wochenende Stefan Corazolla und Timo Borsch, zwei Rechtshänder im Rückraum, die in Mülheim zusammen für 15 Tore verantwortlich waren. „Budenheim ist für mich die am breitesten besetzte Mannschaft. Hess und Schnitter werden am Wochenende wohl fehlen, aber mit ihrer Kaderbreite und guten Jugendarbeit können sie das auffangen, was sie auch schon im Spiel gegen Vallendar gezeigt haben”, weiß SG-Trainer Martin Schwarzwald.
Auf Zweibrücker Seite wird das Duell mit dem Tabellendritten mit Freude erwartet. „Ich hoffe, dass es beiden Mannschaften gelingt, ihre Nervosität abzulegen, und dass wir alle ein tolles und temporeiches Handballspiel sehen. Budenheim drückt unheimlich auf das Gaspedal. Da müssen wir in Deckung und Rückzug hellwach sein“, so Schwarzwald.
An alle Fans noch der Hinweis, dass die Partie live bei der Allgemeinen Zeitung kostenpflichtig gezeigt wird. Über diesen Link https://www.allgemeine-zeitung.de/sport/handball/handball-rheinhessen/handball-live-budenheim-erwartet-zweibruecken-zum-top-spiel-5597000 gelangt ihr zum Stream.
Zweite Mannschaft im Saisonendspurt maximal gefordert
Für die Oberliga-Löwen der SG Zweibrücken geht es jetzt Schlag auf Schlag. Mit vier Spielen in sieben Tagen wird die Regeneration schwierig. Den Anfang machen sie am kommenden Samstag um 18 Uhr. Dann empfangen sie die HSG Fraulautern-Überherrn in der Westpfalzhalle. Am Dienstag geht es zur HSG Völklingen (Anpfiff um 19:30 Uhr). Zwei Tage später, am Donnerstag, empfangen sie um 20:30 Uhr den HC Dillingen/Diefflen in der Ignaz-Roth-Halle. Zum Saisonabschluss geht es schließlich am Samstag, dem 25.04.2026, zum HC Schmelz (Anpfiff um 15 Uhr).