Die Zweibrücker Löwen präsentierten sich im Heimspiel gegen den TV Nieder-Olm von ihrer besten Seite und gewannen auch in der Höhe verdient mit 41:23 (21:10). Von der ersten Sekunde an war zu sehen, dass die Hausherren gegen den Aufsteiger aus Nieder-Olm nichts dem Zufall überlassen wollten. Die Mannschaft von Martin Schwarzwald zeigte sich gleichermaßen engagiert wie spielfreudig und wurde mit einem deutlichen Heimsieg belohnt. Bester Zweibrücker Werfer war Tim Eisel mit sieben Treffern.
„Unterm Strich haben wir das heute richtig gut gemacht. Ich war vor allem mit der Einstellung sehr zufrieden. Die Jungs waren unheimlich heiß und sehr bissig bei den Bällen“, freute sich Löwen-Coach Martin Schwarzwald nach der Partie. Seine Jungs brachten vom Fleck weg eine hohe Intensität ins Spiel und zeigten, dass sie es unbedingt wollten. Ein Sonderlob verdiente sich der Rechtsaußen höchstpersönlich vom Trainer. „Ich habe einen überragenden Lukas Kondziela auf Rechtsaußen in der ersten Halbzeit gesehen – vorne wie hinten“, so Schwarzwald über das Zweibrücker Eigengewächs. Hinten eroberte er uns ums andere Mal den Ball und zeigte sich vorne eiskalt. Vier Tore bei vier Versuchen sprechen eine klare Sprache. Obwohl das Ergebnis es nur bedingt vermuten ließ, zeigte sich auch der sympathische Gästecoach Tom Friedemann nicht unzufrieden und erklärte: „Wer das Spiel heute gesehen hat, hat gesehen, dass wir gefühlt mit einer halben Schülermannschaft gespielt habe. Mit Matti Uhrig und Henrik Walb sind uns noch zwei weitere wichtige Kräfte ausgefallen. Wir wussten, was auf uns zukommt, aber ich finde, dass wir es in der ersten Halbzeit noch ganz gut gemacht haben. Ich bin mit der Einstellung heute sehr zufrieden“, so Friedemann, der auch nochmals hervorhebt, dass man bewusst mit einem sehr jungen Kader in die Saison gegangen ist. Man müsse den Jungs weiterhin das Vertrauen aussprechen. „Wir wollen Talenten die Chance geben, sich bei uns weiterzuentwickeln. Das ist der Nieder-Olmer Weg“, sagt Friedemann.
Die Hausherren aus Zweibrücken wollten das Momentum vom letzten Spiel bei den Südpfalz Tigern fortsetzen und ließen sich nicht lange bitten. Bereits nach knapp neun Minuten führten sie mit 6:2 und ließen in der Folge nicht nach. Vor allem in der Abwehr ließen sie nur wenig zu und zeigten sich sehr beweglich und aggressiv. Bei den Gästen war es der junge Niclas Gohrbandt, der immer wieder den Abschluss suchte und sowohl torgefährlich war als auch das Auge für den Mitspieler hatte. Aber auch Moritz Lenau zeigte im Angriff eine engagierte Leistung. Die Löwen hingegen packten ihr gesamtes Repertoire aus und waren von allen Positionen aus gefährlich und erfolgreich. Sie fanden immer die passende Lösung und zeigten auch das eine oder andere Kabinettstückchen. Die Gastgeber machten sich früh auf, die Partie zu entscheiden, doch die Gäste ließen sich davon nicht beirren und hatten eine Antwort parat. Vier Rückraumspieler hat man mittlerweile gesehen. Einen Angriff mit drei Kreisläufern hat man aber bislang nur selten gesehen. Und tatsächlich hat es fast gefruchtet. Aus Gästesicht war es ärgerlich, dass die freien Würfe von Damian Zajac im SG-Tor entschärft wurden oder am Tor vorbeigingen. So bauten die Löwen ihren Vorsprung immer weiter aus und führten zur Halbzeit mit 21:10.
Zur zweiten Halbzeit nahm Martin Schwarzwald einige Wechsel vor, die teilweise fruchteten, teilweise aber auch nochmaliger Anpassung bedurften. Der Wechsel im Tor zu Routinier Norman Dentzer zahlte sich aus. „Norman hat mit einigen Paraden für uns die Kohlen aus dem Feuer geholt“, lobte der Löwen-Coach seinen Goalie, der mit zehn Paraden eine starke Leistung zeigte. In der Abwehr konnten die Löwen gerade zu Beginn der zweiten Hälfte nur noch bedingt überzeugen. Nichtsdestotrotz blieben die Rosenstädter das bessere Team und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Noch vor der 43. Minute hatten sie sich auf 32:16 abgesetzt. Am Ende feierten sie einen ungefährdeten und verdienten 41:23-Heimerfolg.
In der kommenden Woche empfangen sie die HSG Kastellaun/Simmern und wollen da weitermachen, wo sie aufgehört haben. Doch die Aufgabe hat es in sich, denn die HSG ist stark in die Saison gestartet und wird von vielen zu den Top 4 der Liga gezählt. Wenn es mit dem nächsten Heimsieg klappen soll, müssen sich die Löwen ganz schön strecken.
Für die SG Zweibrücken spielten:
Damian Zajac (1-30, 5 Paraden, 1 Tor), Norman Dentzer (31-60, 10 Paraden) im Tor
Tim Eisel 7, Lukas Kondziela 4, Nils Wöschler 4/4, Tom Ihl 4, Louis Ringle 4, Julian Weber 3, Stephan Jahn 3, Collin Eden 3, Lars Gräbel 3, Matteo Weber 2, David Rios Potrony 2, Nico Graeber 1, Philipp Hammann, Ben Oliver Schwindt,






















