Derbytime in Eppelborn - Löwen verpflichten David Rios Potrony

Die nächste schwere Herausforderung wartet am Sonntag um 18 Uhr auf die Löwen. Sie werden in Eppelborn von den HF Illtal empfangen, die wie die Löwen derzeit eine kleine Durststrecke durchlaufen. Während die Zweibrücker zuletzt zwei Niederlagen in Folge verkraften mussten, sind es bei den Illtalern sogar schon drei. Beide Teams wollen im Derby den Turnaround hinlegen. Während sich Trainer und Mannschaft auf das Wochenende vorbereiten, haben die Verantwortlichen der SG im Hintergrund den nächsten Neuzugang verpflichtet. David Rios Potrony wechselt vom Ligarivalen TuS Dansenberg nach Zweibrücken. 

Die Handballer der SG haben am vergangenen Wochenende gegen die HSG Kastellaun/Simmern mit 36:31 (19:14) verloren. Trotz großen Aufwands gelang es ihnen nicht, den wurfgewaltigen Rückraum der HSG auszuschalten. 26 der 36 Tore der Hunsrücker gingen auf das Konto des Rückraum-Trios Grbavac, Mangold und Kötz. Die Zweibrücker wehrten sich nach Kräften, mussten aber bereits zum Ende der ersten Halbzeit auf Nils Wöschler verzichten, der mit Rot vom Feld musste. Dadurch wurden die ohnehin schon eingeschränkten Möglichkeiten von SG-Trainer Martin Schwarzwald noch einmal deutlich beschnitten. Und dennoch hätte man mit etwas Glück und dem vielzitierten Momentum vielleicht sogar die stark aufspielende HSG Kastellaun/Simmern ins Wanken bringen können, denn zehn Minuten vor dem Ende lag man nur mit drei Treffern zurück. Deshalb zeigte sich Schwarzwald nach der Partie keineswegs unzufrieden und hob die gute Leistung seiner Talente aus der A-Jugend hervor. Ihnen will er, auch mit Blick auf die kommende Saison, noch mehr die Chance geben, wertvolle Erfahrungen für ihre weitere Laufbahn zu sammeln. „Jetzt stehen die Zeichen mehr auf Entwicklung und weniger auf Ergebnis, was wir uns vor der Saison auch auf die Fahne geschrieben haben. Aufgrund der guten Ergebnisse waren diese ein bisschen in den Vordergrund gerückt, einfach weil wir ganz vorne gestanden haben. Wir wollen jetzt aber wieder mehr den Fokus auf die Entwicklung stellen”, so Schwarzwald. Die Löwen haben bereits sechs Punkte Rückstand auf den HV Vallendar, der sich diese Saison sehr stabil präsentiert und die Liga nahezu nach Belieben dominiert. Es ist schwer vorstellbar, dass sie sich dies noch nehmen lassen.

Für die nächste Saison konnten die Zweibrücker bereits den einen oder anderen Neuzugang vorstellen. Seit dieser Woche gibt es eine weitere Neuverpflichtung. Vom TuS Dansenberg wechselt der junge Rückraumspieler David Rios Potrony nach Zweibrücken. „David ist im ersten Jahr bei den Aktiven. Er hat im Hinspiel einen bleibenden Eindruck hinterlassen, als er sechs Tore erzielt hat. Ich habe ihn schon länger auf dem Schirm. Er ist ein sehr dynamischer, durchschlagskräftiger Spieler. Damit sind wir auf der Rechtshänder-Position jetzt sehr breit aufgestellt. Wir haben in dieser Saison gemerkt, dass uns gegen Ende die Kaderbreite gefehlt hat. Deswegen bin ich sehr froh, dass sich David für uns entschieden hat“, freut sich sein zukünftiger Trainer.

Auch die Handballfreunde aus Illtal arbeiten am Kader für die kommende Runde und konnten bereits einige Neuverpflichtungen präsentieren. Darunter ist auch Philipp Kockler von der HG Saarlouis, der sowohl im Illtal als auch in Zweibrücken eine Vergangenheit hat. Neben der intensiven Planung gibt es auch weitere Parallelen zwischen den beiden Derbykontrahenten: Den beiden Teams gelang es zuletzt nur bedingt, Selbstvertrauen zu tanken. Die HF Illtal verloren vier ihrer letzten fünf Spiele. Zwar ging es gegen Top-Teams der Liga, doch auch gegen den Tabellenvorletzten aus Saulheim konnte die Mannschaft von Steffen Ecker nicht punkten. Zur Halbzeit lagen sie bereits mit 15:7 in Rückstand und mussten sich am Ende mit 34:30 geschlagen geben. Derzeit stehen sie auf dem siebten Rang der Regionalliga-Tabelle. Nach einem schwierigen Saisonstart hatten sie sich zwischenzeitlich bis auf den vierten Platz hochgearbeitet. Umso weniger darf man den Fehler machen, sie in dieser Situation falsch einzuschätzen. Sie spielen gerne mit hohem Tempo nach vorne und haben mit Aatz, Westrich, Rebelo und Jung einen sehr agilen und kreativen Rückraum. Diesen gilt es zu bremsen.

Bereits am Samstag ist die zweite Mannschaft der SG gefordert: Um 18 Uhr empfangen sie die Black Bulls Alsweiler. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der Oberliga könnten die Jungs von Max Sema einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Gespielt wird in der Westpfalzhalle, wo die Mannschaft auf große Unterstützung hofft.

 

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