Es ist der letzte Heimauftritt dieser Saison. Die Zweibrücker Handballer möchten auch im 13. und letzten Heimspiel ihre makellose Bilanz aufrechterhalten. Die vorangegangenen zwölf Heimspiele konnten allesamt siegreich gestaltet werden. Doch mit einem Kaliber wie dem, das sie am Samstag erwartet, hatten die Rosenstädter es noch nicht zu tun: Es kommt der designierte Meister der Regionalliga Südwest, der HV Vallendar, in die Westpfalzhalle. Anpfiff ist um 18 Uhr.
Spätestens seit dem letzten Wochenende ist die Meisterfrage endgültig entschieden: Der Spitzenreiter HV Vallendar profitierte von der Niederlage der SG Zweibrücken in Budenheim und sicherte sich vorzeitig die mehr als verdiente Meisterschaft. Doch beide Teams werden im letzten Saisonspiel noch einmal alles geben: Der HVV will zeigen, wieso er zurecht die Regionalliga Südwest dominiert, während die Zweibrücker den zweiten Platz verteidigen und vor allem die Saison mit einer makellosen Heimserie beenden wollen. Das Hinspiel gewann der HVV am Ende deutlich und verdient mit 42:34 (23:17), wobei die Löwen aus Zweibrücken keine schlechte Vorstellung gezeigt hatten. In dieser Phase der Saison war Abwehrchef Tom Grieser bereits ausgefallen und in diesem Spiel verletzte sich Tim Eisel nach einer ausgeglichenen Anfangsphase so schwer, dass für ihn nicht nur das Spiel, sondern auch die Saison gelaufen war. Der HVV nutzte dies, um sich deutlich abzusetzen und zwischenzeitlich mit neun Treffern in Führung zu liegen. Doch die Mannschaft von Martin Schwarzwald kämpfte und kam bis Mitte der zweiten Halbzeit auf zwei Treffer heran. Am Ende schwanden die Kräfte – und damit auch die Siegchancen gegen einen Gegner, der diese Saison dominiert.
„Ihre Leistungsträger sind gesund durch die Saison gekommen. Vallendar ist mit den beiden Waldgenbachs und Top-Transfer Joshua Reuland in der Spitze extrem gut besetzt. Die Maßnahme, über weite Strecken des Spiels oder teils ausschließlich im 7 gegen 6 anzugreifen, hat vor allem Torben und Jan die 1:1-Last genommen – und das zahlt sich aus. Der erste Schritt zum Erfolg sind gesunde Spieler. Vallendar hat in dieser Saison eine starke Dominanz an den Tag gelegt und steigt völlig verdient in die dritte Liga auf. Natürlich hätten wir uns ein Entscheidungsspiel am vorletzten Spieltag in der Westpfalzhalle gewünscht, aber man muss anerkennen, dass der HVV uns in dieser Saison in seiner Souveränität ein gutes Stück voraus war“, sagt SG-Coach Martin Schwarzwald. Der HVV stellt die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga. Mit Joshua Reuland haben sie auch den mit Abstand besten Torschützen der Liga. Die Meisterschaft ist der verdiente Lohn für die kontinuierliche Arbeit mit der Mannschaft und am Kader. Als Veit Waldgebach den HVV übernahm, steckte man vor einigen Jahren noch im Abstiegskampf der damaligen Oberliga RPS und hielt nur knapp die Klasse. Jetzt lautet die nächste Station 3. Liga.
Die Zweibrücker werden aber alles daran setzen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Für die Fans aus Zweibrücken wird es ein besonderes Spiel, denn an diesem Tag ist einiges geboten. Es ist davon auszugehen, dass der HVV selbst mit einigen Fans anreisen wird, die für gute Stimmung in der Halle sorgen werden. Zudem werden die Meistermannschaften der SG geehrt und verdiente Spieler, darunter auch Tom Grieser, vor heimischem Publikum verabschiedet. Im Anschluss findet hinter der Halle der Saisonabschluss der SG-Handballer statt, der erfahrungsgemäß gut besucht ist und viele Gäste anzieht.
Zweite Mannschaft mit Sieg im letzten Heimspiel
Die Mannschaft von Max Sema gewann am gestrigen Abend mit 26:23 (14:10) gegen den HC Dillingen/Diefflen. Die Oberliga-Löwen aus Zweibrücken übernahmen von Beginn an das Kommando und feierten am Ende einen verdienten Start-Ziel-Sieg. Am Samstag um 15 Uhr werden sie dann zum letzten Saisonspiel vom HC Schmelz empfangen.