Den Verantwortlichen der SG Zweibrücken ist ein toller Coup gelungen. Sie konnten den 20-jährigen Rückraumspieler Collin Eden für die kommende Saison nach Zweibrücken locken. Derzeit geht er noch für den VTV Mundenheim auf Torejagd und ist dort Woche für Woche einer der entscheidenden Akteure. Trainer Martin Schwarzwald freut sich auf den „vielleicht besten 1-gegen-1-Spieler der Liga”.
„Collin ist mir in der Spielvorbereitung auf das Spiel gegen Mundenheim aufgefallen. Uns war klar, dass dieser Junge uns mit seiner Dynamik und seinen Stärken im Eins-gegen-Eins auf jeden Fall Schwierigkeiten machen würde, was dann auch so war. Er ist vielleicht der beste 1-gegen-1-Spieler in unserer Liga. Er ist in beide Richtungen unglaublich schnell, sehr athletisch und hat noch riesiges Potenzial. Ich glaube, er passt sehr gut zu unserer Handball-Philosophie. Er kann ein echter Unterschiedsspieler sein, weil er kaum Hilfe braucht, um mit seinen Stärken eine Überzahl zu schaffen. Ich freue mich wirklich, dass das funktioniert hat“, sagt sein künftiger Trainer Martin Schwarzwald.
Der 20-jährige Operationsassistent in Ausbildung wohnt derzeit in Landau, hat aber seinen Hauptwohnsitz in Worms. Als B-Jugendlicher wechselte er 2020 von der HSG Worms zu den Rhein-Neckar Löwen, mit denen er 2022 Deutscher B-Jugend-Meister wurde. Danach zog es ihn weiter zum HLZ Friesenheim-Hochdorf und zur HG Oftersheim/Schwetzingen. Seine erste Station bei den Herren war der damalige Drittligist VTV Mundenheim. Nach zwei Jahren hat er sich nun entschieden, die nächsten Schritte in seiner Entwicklung bei den ambitionierten Zweibrückern zu machen.
„Ich habe mich für diesen Verein entschieden, weil ich davon überzeugt bin, dass ich der Mannschaft mit meinem Spielstil, meiner Dynamik und meinem Spielverständnis weiterhelfen kann. Außerdem denke ich, dass ich auch menschlich einen großen Mehrwert für die Mannschaft bringe. Aufgrund des starken Teamzusammenhalts sehe ich gute Möglichkeiten, gemeinsam erfolgreich zu sein“, so Eden, der sich auf seine neue Herausforderung freut. Man wolle gemeinsam wachsen und eine gute Saison hinlegen. „Ein persönliches Ziel von mir ist es, mit dem Team eine starke Saison zu spielen, mich selbst weiterzuentwickeln und die Mannschaft bestmöglich zu unterstützen. Mit meiner Offensivstärke möchte ich meine Mitspieler entlasten und gleichzeitig gute Torchancen für sie vorbereiten.“ Dass er auch selbst als Torschütze glänzen kann, hat er diese Runde bereits bewiesen. Mit 81 Toren liegt er auf dem zehnten Rang der Regionalliga-Torschützenliste, gemeinsam mit seinem künftigen Mitspieler Nils Wöschler. Damit ist er alleiniger Toptorschütze der Mundenheimer.
Aufgrund der Wechsel von Eden und Gräbel nach Zweibrücken hat sich Youngster Felix Weinert entschieden, seine Zelte in Zweibrücken abzubrechen. Er wird sich zur neuen Saison eine neue Herausforderung suchen. „Wir sind mit der Entwicklung von Felix wirklich zufrieden. Er ist einer der Profiteure der Ausfälle, die wir dieses Jahr im Kader hatten, und er hat seine Chance genutzt. Wir hätten uns vorstellen können, mit ihm weiterzumachen, da er gut zu uns passt. Wir sehen aber auch, dass durch die Verpflichtungen von Collin Eden und Lars Gräbel seine Spielzeit geringer ausfallen könnte. Wir können deshalb nachvollziehen, dass er zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere den Schritt zu einem Verein vollziehen will, bei dem er mehr Verantwortung übernehmen kann. Lars Gräbel ist da wahrscheinlich das beste Beispiel, dass diese Entscheidung keine schlechte sein könnte. Wir wünschen ihm auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft und werden gerne in Kontakt bleiben“, sagt Martin Schwarzwald.